Trageerschöpfung – wenn der Pferdekörper sagt ich kann nicht mehr

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Was ist eine Trageerschöpfung beim Pferd

Obwohl Pferde von der Rückenstatik her nicht dazu gemacht sind den Reiter zu tragen, halten sie dennoch auch ohne richtiges Training und bei schlechter Reitweise jahrelang das Reitergewicht aus.

Von einer Trageerschöpfung sprechen wir dann, wenn der Pferdekörper vor der Belastung kapituliert und die Rückenoberline sich absenkt – mit der Zeit ein Senkrücken droht oder bereits entsteht.

Die oben liegenden Muskeln am „Rücken“ des Pferdes sind aber nicht jene, die dazu geeignet sind und trainiert werden müssen, das Reitergewicht zu tragen. 

Das Pferd hat kein Schlüsselbein und der Brustkorb ist zwischen den Schultern des Pferdes, wie ein Faß, an Muskeln und Faszien aufgehangen.

Die unteren Muskelketten müssen arbeiten und trainiert werden, damit der oberen Muskulatur, auf der wir als Reiter sitzen, Entspannung geschenkt werden kann, bzw. diese unverkrampft für seitliche Biegung sorgen kann.

Sind aber die Brustmuskeln, die Bauchmuskeln, die Widerristheber etc. Unzureichend in Arbeit, dann muss die Muskulatur des Rückens sich verspannen, um die Wirbelsäule zu schützen.

Das funktioniert leider sehr gut… allerdings mit Folgen – die schleichende Trageerschöpfung nimmt ihren Lauf.

Das fatale an der Trageerschöpfung ist, dass die meisten Pferde, trotz der eventuellen körperlichen Probleme, durch die Verwendung als Reitpferd, keine für die Besitzer offensichtlichen Anzeichen aussenden.

Und selbst dann, wenn das Kind bereits in den Brunnen gefallen ist, machen viel Pferde noch mehr oder weniger brav mit – weil die Belohnung lockt – der Keks ruft oder die Stunde Abwechslung zur Boxenhaft, das geringere Übel, zum dunklen Fristen hinter Gitterstäben ist. 

Die Pferde sind Überlebenskünstler, daher schaffen sie es körperliche Defizite viele Jahre auszugleichen. Streikt der eine Muskel, übernehmen andere die Arbeit mit – klemmt ein Wirbel, drehen andere kompensierend so, dass die Bewegung trotzdem, irgendwie ausgeführt wird. Nerven halten Teile der Wirbelsäule so fest, dass er weiterer Belastung standhält. Oder Muskeln spannen sich an, bis zur Verkrampfung und Verkürzung, um dem Wirken auf dem Rücken Stand zu halten.

Dazu kommt, daß nicht jede Verspannung, Blockade vom Besitzer, Reiter oder Ausbilder direkt bemerkt wird und bei kleineren Widersetzlichkeiten wird nicht selten von Ungehorsam gesprochen. Da werden Stellungsprobleme mit hohler oder Zwangsseite abgetan und weniger hinterfragt. Dazu können viele Reiter und selbst Ausbilder eine richtige Stellung und Biegung von einer falschen kaum unterscheiden – denn die Bilder in ihrem Kopf entsprechen selten einer richtigen Stellung und Biegung.

Alarmzeichen die das Pferd beziehungsweise der Pferdekörper uns sendet werden übersehen – bzw. Viele Reiter und auch Trainer sind leider zur Betriebsblindheit erzogen worden. Bei aufkommendem Sattelzwang gibt es eins auf die Nase wenn das Pferd nach dem Gurt schnappt. Bei Buckeln gibt es eins auf den Hintern. Pferde die nicht gehorchen bekommen den Sporen zu spüren – the show must go on – so lernt man es leider oft von klein auf – wer nicht hören will muss fühlen.

Und haben wir nicht alle in unserer ersten Longenstunde bereits gelernt – Reiten ist anstrengend… aber mit Aufstehen sitzen und ziehen am Zügel kann ich nahezu das unreitbarste Pferd von A nach B bewegen.

Den Traum vom eigenen Pferd lässt dann erst mit den Jahren erahnen – es läuft was falsch.

Bevor wir zu schnell zu einer pauschalen Verurteilung kommen und den mahnenden Finger heben – Die Liebe zu Ihren Tieren können wir den wenigsten absprechen – viele sind Opfer des Systems – am meisten die Pferde.

Da steht es aber dann das geliebte Wesen – irgendwas stimmt nicht – Diagnose – Pferd hat Rücken (!)

Erst dann wird geschaut, was kann ich machen, damit die Probleme verschwinden – man ahnt schon… das wird teuer… am liebsten wäre ja Pflaster drauf und alles wird gut… 🙁

Leider neigt unsere heutige Gesellschaft dazu Symptome zu behandeln – und nicht die Ursachen.

Da wird dann der Tierarzt geholt, der das Pferd fix mal eben mit Schmerzmitteln behandelt, weil er völlig übermüdet und gestresst bereits auf dem Weg zum nächsten Kolik oder Hufrehepatienten ist. Erst Spritzen und Abwarten ob es besser wird. Die Ursachenforschung kann sich dieser gebeutelte Berufsstand nicht leisten. Und wer hat schon mal gehört, dass ein Tierarzt den Reiter hat Vorreiten lassen um zu überprüfen, ob eventuell falsches Reiten zur Problematik führt?

Schnell wird auch erkannt, der Sattel passt nicht – ein neuer beim Sattler ist leider oft zu teuer – aber bei eBayKleinanzeigen gibt es einen sehr schönen der zum Geldbeutel passt. Und wenn der nicht ganz passt kaufen wir noch eine passende Decke oder ein Gelkissen wird eingelegt.
Wer trotzdem Geld in die Hand nimmt gerät an einen fahrenden Händler mit einem Kofferraum voller Modelle von denen eins immer auf jeden Fall passt. Oder man kauft voller Vertrauen im Reitsportfachgeschäft – das neuste Modell mit dem guten Namen eines Olympia-Reiters als Testimonial.

Der Leidensweg der Sattelkäufer ist leider nicht nur selbst auferlegt – die Maschinerie der Optimierungsgesellschaft hat ihn hart gepflastert. Viele Verkäufer von Sätteln haben keine Ahnung von der Anatomie und Biomechanik der Pferdewirbelsäule.

Gott sei Dank gibt es aber noch den Einrenker – ein Tipp von der Stallnachbarin und schon fährt der Heilsbringer auf den Hof – steigt zielsicher mit hochgezogener Augenbraue aus dem Auto – geht zum Pferd – zieht hier, zieht da… keine 5 Minuten – Wahnsinn… Hand auflegen – Hand aufhalten… alles gut…

Nach wenigen tagen dämmert es einem – nichts ist gut… Pferdi hat immer noch Rücken…

Dann ist eine gute Untersuchung und Beratung gefragt 

Leider ist die Ursachenforschung der Tragerschöpfung bei vielen Pferden sehr komplex. Denn ein einziger Faktor kommt selten allein.

Was sind Faktoren für Tragerschöpfung bei Pferden

  • Viel zu frühes Belasten der Pferde – 
    • Das schnelle Verkaufsoptimierte Prozedere geht zu Lasten der noch nicht belastbaren Pferdekörper – Während viele Wachstumsfugen erst mit 5-7 Jahren geschlossen sind, sehen wir 3-jährige Pferde im Mitteltrab hinter der senkrechten
  • Zuchtauswahl –  
    • Diese wird auf exaltiertes Bewegungspotential ausgerichtet – nicht auf Rittigkeit und gesunde Gebäude ausgerichtet
  • Nicht abgeschlossene Ausbildung von Reiter und Pferd
    • Wir reden von Ausbildungsskala – erhalten aber unsere Reitstunden auf ausgebundenen unausgebildeten Pferde und kaufen Pferde die nicht versammelt geritten werden können
    • Die Pferde werden sehr jung angeritten und viel zu früh verkauft
    • Die Reiter werden selten bis mehr als ein sogenanntes E-Niveau in Die Welt entlassen
  • Selbst vorgenommen Ausbildung von Laien – viele Fehler in der Ausbildung werden im guten Glauben produziert – ich kaufe mir ein junges Pferd das noch nichts schlechtes hinter sich hat
  • Inflationäres Reiten mit tiefer Kopf-Halsachse im Leichttrab / Entlastungssitz – viele Reiter können und wollen ihre Pferde gar nicht aussitzen – sie verwechseln Schub mit Schwung und traben oft 20 Minuten am Stücke die verschiedensten Figuren durch den Sand – alles zu Lasten der Vorhand – das hat nichts mit Dehnungshaltung oder Vorwärts-Abwärts zu tun – das ist schlechtes Reiten
  • Eine Dehnungshaltung und tiefe Kopf-Halsachse kann zwar die Wirbel der Brustwirbelsäule auffächern – aber der postive Effekt hat auch Nachteile – das Pferd hat kein Schlüsselbein. Der Brustkorb kommt zwischen den Schultern herunter (der Widerriet senkt sich) Die wichtige Stoßdämpferfunktion des Schultergürtels wird geringer – jede vermehrte Belastung vor allem durch Geschwindigkeit geht zu Lasten der unteren Gliedmaßen und führt auch zu Verspannungen der Schultern und Kopf-Halsmuskeln, die Versuchen die Gliedmaßen zu schützen
  • Zu hohes Tempo bei vermehrtem Schub – Keine Entwicklung von Tragkraft 
  • Das nicht bessere Pendant: Absolute Aufrichtung – hohes Festhalten der Kopf-Hals-Achse bei durchgedrücktem Rücken
  • Zu harte Reiterhand – festhalten der Kopfhalsachse – die meisten Reiter unterschätzen die Kraft die sie ausüben und wie diese im feinen Maul des Pferdes ankommt
  • Schlecht sitzende Sättel
    • Verwendung von Gelkissen und ähnlichen „Vertuschungen“
  • Falsche Verwendung von Zäumungen – feste Sperr- und Nasenriemen die die Kautätigkeit des Kiefers blockieren und Abwehr Haltungen des Pferdes vertuschen
  • Falsche Verwendungen Zwanginstrumenten
  • Zu wenig Bewegung – 23 Stunden Boxenhaltung
  • Zu viel zu lange Einheiten – Reiteinheiten die oft länger als 30-45 Minuten dauern – Physis und Psyche des Pferdes und des Reiters schaffen das nicht
  • Verzicht auf Seitengänge – Pferd wird nicht geschmeidig und Reiter können ihr Pferd nicht geradebrechten
  • Inflationäres Ausführen von falschen Seitengängen – irgendwie krumm ist teils schlechter als Geradeaus

Durch die Vielzahl der Faktoren müssen wir anhand des Pferdekörpers auf Spurensuche gehen. Ein erster Termin vor Ort dauert daher nicht selten 1,5 – 2 Stunden. Wir ergründen zusammen die Vorgeschichte und aktuellen Bedingungen der Haltung und Bewegung des Pferdes.

In einem ausführlichen Untersuchungsgang schauen wir uns dann an, was uns der Pferdekörper als aktuelle Standortbestimmung zu sagen hat.

Typische Probleme die zu Tragerschöpfung führen können

Typische Probleme die zu Tragerschöpfung führen können oder bei bereits vorherrschender Symptomatik einhergehen

  • Verspannungen im Kiefer und der Kiefermuskulatur 
    • – der lockere Kiefer ist der Schlüssel zu jeder Bewegung
  • Zahnprobleme – können zu Verspannung im Kopf-Halsbereich führen
  • Probleme mit der Tätigkeit des Zungenbeins, bis hin zu Blockaden 
    • Das Zungenbein ist über Muskeln mit der oberen, als auch unteren Muskelkette der Brustwirblsäule – also Bauch und Rücken verbunden
  • Genickprobleme – Verspannungen der Muskulatur oder Blockaden der oberen Halswirbel (OAAs – Hinterhaupt, 1 und 2 Halswirbel)
    • – ohne Stellung keine Biegung – ein Pferd das sich bereits gegen eine Stellung wehrt oder nicht stellen kann wird der Richtungsänderung trotzdem entsprechen aber die Rotationen im Körper werden falsch ablaufen
  • Stellungs- und Biegungsprobleme der gesamten Halswirbelsäule, Muskelverspannungen, Festhalten von Wirbeln und Blockaden, bis hin zu Arthrosen können korrekte Rotationen unmöglich machen
  • Blockaden des Übergangs der Halswirbelsäule zum Brustbein – 
  • Verspannung der Unterhalsmuskulatur – 
  • Verklebte Muskulatur und der Faszienstrukturen an der Schulter, um die Schulter herum und hinter dem Schulterblatt, machen das wichtige Anheben des Widerrists unmöglich
  • Verspannte Rückenmuskulatur arbeitet gegen korrektes Arbeiten der Bauch und Brustmuskulatur
  • Verspannte Brust und Bauchmuskulatur arbeitet gegen die Rückenmuskulatur 
  • Korrektes Aufwölben der Brustwirbelsäule ist nicht möglich
  • Korrekte Flexion der Brustwirbelsäule ist nicht möglich und wenn meist nicht zu beiden Seiten gleich
  • Schlechte Aufwölben der Lendenwirbelsäule / Probleme 
  • Dehnfähigkeit der Vordergliedmaßen
  • Dehnfähigkeit der Hintergliedmaßen, vor allem in Richtung des Schwerpunkts – korrekte Tragkraft und Seitengänge werden nicht möglich
  • Schlechte oder falsche Bemuskulung des Pferdes
  • Schlechtes Management der Hufe und falsche Hufstellung

Nach einer kompletten Standortbestimmung wissen wir dann, in welcher Situation wir das Pferd haben. Sollte sich in der Diskussion über die vorliegenden Probleme nicht bereits ergründen können, woher diese Probleme kommen, kann es durchaus sein, dass eine eventuelle Videoanalyse, bei der Reiter und Pferd zusammen in der Bewegung gefilmt werden, noch mal mehr Erkenntnisse erbringen kann.

Mit der anschliessenden Behandlung des Pferdes schaffen wir dann ein „Tor“ für das zukünftige Gesundheitsmanagement des Pferdes. Wir eröffnen dem Pferd die Möglichkeit sein Bewegungspotential von nun an optimaler entfalten zu können und zu seiner eigenen Gesundheit nutzen zu können. Mit der einmaligen physiotherapeutischen Behandlung ist es natürlich nicht getan. Denn fatal wäre nun eine direkte erneut falsche Belastung.

Es gilt nun eine für jedes Pferd individuelle Betriebsanleitung zu schreiben. Der Besitzer muss diese Betriebsanleitung lernen, verstehen und gemäß dieser Handeln.

Eventuell muss auch noch der Tierarzt, der Sattler, der Hufschmied, und der Trainer hinzugezogen werden – ein gutes Gesundheitsmanagement ist immer eine Netzwerkarbeit.

Zunächst gilt es das Pferd 1-2 Tage im neuen Körpergefühl ankommen zu lassen. Denn ein Körper mit weniger Blockaden, weniger Schmerzen gilt es selbst neu sich bewegen zu lernen. Pferde können aufgrund der Behandlung durchaus auch „geschafft“ sein, Muskelkater haben oder gar ein wenig schwindelig reagieren.

Meistens bekomme ich aber schon ein Feedback, dass sich die Pferde nun freier und munterer bewegen.

Dann gilt es einen neuen Startpunkt zu setzen! Eine Stunde Null fürs Pferd und Reiter beginnt und man muss schauen wie man sich von nun an in Richtung gesunder Bewegung begibt,

Was kann man tun um Pferde optimal vor Tragerschöpfung zu bewahren

  • Fachliche Hilfe hinzunehmen und sich überprüfen lassen
  • Mit kleinen Schritten arbeiten – eine erste Einheit kann so aussehen – mit dem Pferd in die Bahn gehen, den Kopf senken lassen und das Genick dabei locker werden lassen – Einheit beenden
  • Vor dem Reiten eine Runde Schritt durchdie Bahn gehen und den eigenen Zustand un den des Pferdes überprüfen und – Ankommen… Durchatmen…
  • Korrektes Lösen im Maul – die Leichtigkeit des Kiefers ist der Schlüssel zu jeder gesunden Bewegung
    • Ein kleinstes Anfragen am Zügel muss zur Lockerung des Kiefers führen können
    • Ferner sollte ein lockern des Kiefers auch zum lockeren Hergeben des Genicks führen
  • Abkau und Biegeübungen etablieren – am Anfang jeder Bewegung des Pferdes
    • Diese müssen mit lockerem Kiefer und lockerem Genick durchgeführt werden – jegliches Herumdrehen des Kopfes bei Verspannung ist zwecklos und schlimmstenfalls kontraproduktiv
  • Auf korrekte Stellung und Biegung achten – sich auch noch mal mit dem Thema befassen – wie sieht korrekte Stellung und Biegung aus – wie rotieren die Wirbel
  • Den Unterschied zwischen Hand und Zügel verstehen – 
    • Das Maul des Pferdes gehört dem Pferd – die Einwirkung der Hand auf das Gebiss oder auch gebisslose Zäumungen sind so subtil und selten wie möglich durchzuführen und man muss mit Impulsen arbeiten – Dauerzug auf Zügel, welches das Reiten mit Handschuhen erfordert hat nichts mit Anlehnung zu tun
    • Die Zügel am Hals steuern die Schulter – sie sind nicht dazu da die Richtung durch Ziehen zu erzwingen
  • Verspannungen und Gegenwehr nicht ignorieren – Kraft und Bewegung voneinander trennen – Merke ich dass sich mein Pferd verspannt – halte ich es an – lockere Kiefer und Genick und reite erst dann erneut an
  • Generell Trainingseinheiten kurz gestallten – Gerade am Anfang können 5-10 Minuten bereits lang sein – Einheiten sollten selten länger als 20-25 Minuten dauern
  • Unrittgkeit ernst nehmen – Einheiten abbrechen, ggf. nicht erst aufsteigen, oder mit Bodenarbeit weitermachen
  • Lernen ein Pferd bereits im Stand beurteilen zu können – ist es dazu bereit bewegt zu werden
  • Schritt-Arbeit etablieren – der Schritt darf und muss bereits zum Gesundheitsmanagement gehören
  • Dehnen der Oberlinie im Übertreten etablieren – auf ein korrektes geschmeidiges Setzen und arbeiten der Hinterhand achten – auch hierbei muss der Kiefer, das Genick locker bleiben und das Pferd darf sich nicht verwerfen. Der Widerriet muss dabei ebenfalls höher kommen… ein Fallen auf die äussere Schulter ist genteilig
  • Korrekte Seitengänge erarbeiten – Beispiel Schulterherein: nur durch korrekt durchgeführte Seitengänge mit lockeren Kiefer, lockeren Genick, korrekter Stellung, angehobenen Widerrist, frei werdender äusserer Schulter und Abkippen im Becken bei vorwärts tretendem Hinterbein in Richtung des Schwerpunkts… ist ein Schulterherein… alles andere ist „unnützes krumm“
  • Eine gerade richten des Pferdes ist nur durch das erlernen von korrektem Schulterherein als auch korrektem Travers (Kruppeherein) möglich – das Geraderichten des Pferdes ist eigentlich ein permanentes subtiles wechseln zwischen diesen beiden Seitengängen bis zu dem Punkt wo Pferd quasi durch den passiven Reiter und auslassen jeglicher Hilfen per Gedankenübertragung zwischen die beiden Androhungen von Hilfen einrahmt
  • Auf das korrekte Antraben achten – auf korrektes Vorwärts achten – dabei sind die Hilfen des Reiters enorm wichtig – Impulsreiten ist dabei uniblässlich denn der Schenkel des Reiters muss sofort Gehör finden – ein Pferdes dauerhaft mit den Schenkeln bearbeitet wird läuft „trotz“ der Einwirkung weiter nicht aufgrund der Schenkel. Ein leises Einwirken muss „Feuer – let`s go“ heißen und zu vermehrtem Vortritt der Hinterhand führen. Ein korrekt antrabendes Pferd wird vor dem Reiter größer – es wird vorwärts-aufwärts getrabt.
  • Tragkraft entwickeln durch Bodenarbeit und sehr kurzer Reiteinheiten
  • Erst wieder Reiten und nur so lange Reiten wie die korrekte Physis, Muskulatur und Psyche des Pferdes Esau lassen
  • Bei kleinsten Fortschritten – Pferde feiern und Reiteinheit mit innerlichem Applaus für sich und überschwenglichen Lob fürs Pferd beenden
  • Niemals über Widersetzichlkeiten und Anzeichen von Wehrigkeit hinwegreiten

Durch eine behutsam aufgebautes Trainingsprogramm für Besitzer und Pferd gilt es das durch die Behandlung geöffnete Tor zu durchschreiten und den Weg möglichst mit klaren Ziel vor Augen zu beschreiten und mit jedem Schritt neu zu ebnen.

Dabei ist Zeit der wichtigste Faktor – diese muss absolut egal sein. Es gilt Erfolge zu feiern… gesundheitliche Erfolge, also die Physis und Psyche des Pferdes zu fördern.

Die meisten Reiter wollen mit ihren Pferden einfach nur eine schöne und lange Zeit verbringen – die Zeit sollte es uns wert sein.

Damit fürs erste genug zum Thema “Trageerschöpfung” – bei Fragen könnt ihr Euch gerne bei mir melden und auf meiner website Pferde-gesund-bewegen.de informieren

Bis dahin verbleibe ich mit aderkürzesten Reitlehre der Welt:

Reite Dein Pferd glücklich

Euer Chris Debski

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