Zum Tode von Jean-Claude Racinet

Die Nachricht vom Tode von Jean-Claude Racinet war nicht unerwartet und doch kann man kaum glauben, dass dieser beeindruckende Mann nun nicht mehr unter uns weilt.
Die Reitwelt verliert einen ihrer ganz großen Ausbilder. Er hat fast sein ganzes Leben den Pferden, ihrer Ausbildung und vor allem ihrem Wohlergehen gewidmet.
Wer ihn einmal erlebt hat und Zugang zu seiner Arbeit bekommen hat, der war fasziniert von ihm und wurde auf einen “neuen” Weg des Umgangs mit dem “Partner” Pferd geschickt.
Ihm ging es nicht um das Interesse des Reiters und dessen sportliche Ziele – ihm ging es einzig, um das faszinierende Geschöpf – das Pferd. Dieses stand im Mittelpunkt seiner “Forschungsreise”, die er vor langer Zeit begonnen hatte und auf welcher er ein so großes Potential an Wissen angesammelt hat, von dem er zumindest einen Bruchteil in seinen Büchern, durch seine Seminare und bei der Arbeit mit einigen seiner Schüler, hinterlassen hat – dennoch ist die Lücke zu groß, als das man sie je schließen könnte.
Was bleibt ist der Eindruck eines echten Grand Ecuyers, den wir selbst erleben durften. Ich hatte das große Glück ihn bei seiner Arbeit erleben zu dürfen und von ihm, wenn auch nur einmal, unterrichtet werden zu dürfen. Was von uns geht werden wir vermissen – was bleibt ist unbezahlbar.
Er hat uns den Weg gezeigt, den er beschritten hat -es sollte nun unsere Aufgabe sein seinen Weg nachzuzeichnen und die Werte die er aufgebaut hat zu festigen und fortzuführen.
Nicht im Sinne der eigenen Bereicherung, des sportlichen Erfolgs, sondern im Sinne der Pferde.

Lebe wohl – Monsieur Racinet!

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